Anfrage senden  Website teilen

Langlebigkeitsrisiko und Rentenlücke: Ruhestandseinkommen absichern

Wer dieser Tage in Rente geht oder kurz vor dem Renteneintritt steht, hat durchschnittlich bis zu 21 Jahren weitere Lebenserwartung vor sich. Die Tendenz ist steigend. Das erhöht den Bedarf an Kapital für den Ruhestand.

Durch den wachsenden Wohlstand und die immer bessere medizinische Versorgung steigt die Lebenserwartung in Deutschland immer weiter an. Nach den Ergebnissen der Sterbetafel 2015/2017 beträgt die Lebenserwartung für neugeborene Jungen 78 Jahre und vier Monate, für neugeborene Mädchen 83 Jahre und zwei Monate, heißt es beim Statistischen Bundesamt. Zum Vergleich: Ein 1960 geborener Mann hat eine Lebenserwartung von etwa 68 Jahren.

Und nach der aktuellen amtlichen Sterbetafel 2016/2018 beläuft sich zum Beispiel die noch verbleibende Lebenserwartung - die sogenannte fernere Lebenserwartung - von 65-jährigen Männern auf 17 Jahre und zehn Monate. Für 65-jährige Frauen ergibt sich nach wie vor eine fernere Lebenserwartung von 21 Jahren. Sie zeigt die durchschnittlich nach der Periodensterbetafel in einem bestimmten Alter noch zu erwartenden Lebensjahre.

Das bedeutet: Wer dieser Tage in Rente geht oder kurz vor dem Renteneintritt steht, hat durchschnittlich bis zu 21 Jahren weitere Lebenserwartung vor sich. Das ist natürlich ein schönes Gefühl - aber bringt auch einen wachsenden Finanzbedarf mit sich.

Langlebigkeitsrisiko und Rentenlücke zusammenrechnen


Das Stichwort ist das Langlebigkeitsrisiko! Wer länger lebt als kalkuliert braucht auch mehr Vermögen, um die Rentenlücke zu schließen. Die bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten verfügbaren Einkommen als Arbeitnehmer und dem Ruhestandseinkommen. Das ist dann besonders ärgerlich, wenn auch im Alter ein bestimmter finanzieller Bedarf vorhanden ist, um den Lebensstil zu finanzieren - und die steigende Lebenserwartung vergrößert das Problem zusätzlich.

Eine Beispielrechnung belegt dies: Wer monatlich 1000 Euro zur gesetzlichen Rente aus dem Privatvermögen hinzutun muss, braucht bei einem Rentenbezug von zehn Jahren 120.000 Euro, bei 15 Jahren 180.000 Euro und bei 20 Jahren bereits 240.000 Euro. Apropos Rentenlücke: Laut der Geldanlage-Plattform "Weltsparen" liegt das monatliche Einkommen 60-Jähriger liegt durchschnittlich bei 2845 Euro netto und einem Rentenanspruch von rund 1700 Euro. Die Lücke zwischen bisherigen Einkommen und bisherigen Lebensstandard betrage 1145 Euro monatlich. Bei einer 15-jährigen Rentenzeit ergibt das eine Rentenlücke von insgesamt 190.000 Euro.

Dies muss zusätzlich kalkuliert werden, um ein wirkliches Bild von den finanziellen Notwendigkeiten im Alter zu erhalten. Erst dann geht es an die konkrete Umsetzung der privaten Altersvorsorge. Das Expertennetzwerk compexx Finanz AGrät daher dazu, neben dem privaten Vermögensaufbau über Wertpapiere und Immobilien auch staatlich geförderte Instrumente zu nutzen, die eine Zahlung zum Ableben garantieren. Damit kann man einen Teil des Finanzbedarfs langfristig absichern. Das liquide Vermögen muss dann wiederum so angelegt werden, dass es auch bei laufenden Ausschüttungen weiterhin rentierlich arbeitet - so kann die Verfügbarkeit verlängert werden.